Das neue SeminargebäudeDas Evang. Bildungszentrum HesselbergBlick vom HesselbergBlick auf den Hesselberg

  Dienstag, 19.09.2017   15:18

 


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Unser Leitbild

1.1 Identität und Auftrag
Das Evangelische Bildungszentrum (kurz EBZ) Hesselberg wurde 1951 als ganzheitliche Bildungs- und Begegnungsstätte im Ländlichen Raum (eine so genannte Heimvolkshochschule) gegründet. Es beschäftigt insgesamt rund 220 Mitarbeitende im Haus und in den diakonischen Diensten. Zusammen mit der Landvolkshochschule in Pappenheim und dem Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad wird es getragen vom Verein der Evangelischen Bildungszentren im Ländlichen Raum in Bayern. Pfarrer Helmut Wiegel, erster Leiter des späteren EBZ, charakterisierte den Auftrag der Einrichtung richtungweisend wie folgt: „In der Flut der vielen Angebote und Reize, denen der Mensch heute ausgesetzt ist, braucht dieser die bestmögliche Bildung, aber auch die persönliche Begegnung mit dem anderen in produktiver Gesprächsführung. Bildung gehört zum elementaren Lebensbedarf des Menschen. [...] Ein jeder soll die ihm verliehenen Gaben und Kräfte erkennen, entfalten und in schöpferischer Inspiration einsetzen an dem Platz, an den Gott ihn gestellt hat und ruft.“ Die Bildungsarbeit des EBZ Hesselberg ist daher von der Leitfrage bestimmt: Was befähigt/befreit mich in der Realität dieser Welt für mich, meinen Lebensraum und unsere Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen und dieser Verantwortung gemäß zu handeln?
Die Wurzeln des EBZ Hesselberg liegen im Ländlichen Raum, insbesondere in der bäuerlichen Landwirtschaft.
Daher entfaltete es im Laufe der Jahre ein über das reine Erwachsenenbildungsangebot hinaus reichendes praktisches Engagement für die Menschen im Ländlichen Raum und ihre konkreten Sorgen und Nöte. Das EBZ Hesselberg fungiert heute auch als ein sozialdiakonischer Dienstleistungs- und Ausbildungsträger mit rund 150 fest angestellten Kräften. Dieser diakonische Zweig, der ein fester Bestandteil der Identität des Hauses ist, umfasst die beiden Evangelischen Fachschulen für Familienpflege und Dorfhelferinnen, den Evangelischen Betriebshelferdienst in Bayern, den Evangelischen Dorfhelferinnendienst in Bayern, den Evangelischen Familienpflegedienst sowie die Betreuung der Landwirtschaftlichen Familienberatung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern (ELKiB). Seinem Selbstverständnis als „Anwalt des Ländlichen Raums“ trägt das EBZ Hesselberg insbesondere durch den Unterhalt der bayernweit operierenden „Fachstelle Kirche im Ländlichen Raum“ im Auftrag der ELKiB Rechnung.
In der Tradition christlicher Gastfreundschaft bietet das EBZ Hesselberg als Tagungshaus für externe Gruppen Arbeitsraum, Unterkunft und Verpflegung. Auf Anfrage wird auch inhaltliche Unterstützung und Begleitung der Gruppen geleistet. Außerdem betreibt das EBZ ein öffentliches Tagescafé für Besucherinnen und Besucher des umliegenden Landschaftsschutzgebietes.


1.2 Werte
Das EBZ Hesselberg weiß sich in allen seinen Handlungsfeldern der guten Nachricht von Gottes Heilstat in Jesus Christus verpflichtet. Es ist bestrebt, dieser Botschaft in allen seinen Arbeitsbereichen durch die spezifische Konzeption seines Bildungsangebots, durch die Orientierung an christlichen Grundwerten sowie durch einen wertschätzenden Umgang mit MitarbeiterInnen und Gästen aktuell und lebensnah Ausdruck zu verleihen. Bei allen konzeptionellen Entscheidungen bemüht sich das Leitungsteam des EBZ Hesselberg darum, die drei Interessengebiete „Kundenzufriedenheit“, „kirchlich-institutioneller Auftrag“ und „Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ in ausgewogener, offener und glaubwürdiger Weise miteinander zu verbinden.
Im Bildungsbereich orientiert sich das EBZ Hesselberg durch seine Verwurzelung im Heimvolkshochschulgedanken N.F.S. Grundtvigs am Ideal einer transparenten, partizipativen, alle Sinne ansprechenden Erwachsenenbildung. Das Motto des Jahresprogramms „Orientierung finden – Leben gestalten“ schließt die Vermittlung praktischer und intellektueller Fähigkeiten ebenso ein wie die Auseinandersetzung mit Fragen der Persönlichkeitsbildung, die Stärkung im Glauben und die Vermittlung von geistlichen Impulsen für das Alltagsleben.
Der Verpflichtung zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung wird im Bereich von Küche und Gaststätte durch die Verwendung frischer Zutaten aus regionaler und – wenn möglich – ökologischer Produktion Rechnung getragen, denen vor industriell gefertigten Convenience-Produkten (= industriellen Fertigprodukten) Vorrang eingeräumt wird.


1.3 Allgemeine Ziele
Das Globalziel der Erwachsenenbildungsarbeit des EBZ Hesselberg wird durch das Motto des Jahresprogramms „Orientierung finden – Leben gestalten“ charakterisiert: Neben der Vermittlung von berufsbezogenen und lebensweltlichen Kenntnissen und Fähigkeiten steht die Persönlichkeitsstärkung der Teilnehmenden durch Bildung, Beratung und Begleitung in partnerschaftlichen und offenen Lernprozessen im Vordergrund.
Die Ziele der ERWACHSENENBILDUNG lassen sich nach Lernfeldern geordnet folgendermaßen beschreiben: Im Lernfeld „Glauben“ wird angestrebt, die Traditionen und Grundlagen des christlichen Glaubens kennen und bewerten zu lernen. Dies umfasst Kursangebote für einzelne Interessierte ebenso wie die kirchlich-institutionelle Fortbildungsarbeit. Auf praktisch-spirituellem Gebiet sollen bereits eingeübte Formen geistig-geistlichen Lebens intensiviert und konzentriert, sowie aufmerksame Begegnungen mit neuen Formen angeleitet werden. Im Bereich „Ländlicher Raum“ ist das Hauptziel, die sich dort ereignenden Strukturveränderungen zu begleiten und zu fördern, ohne dabei die bäuerlichen Traditionen aus dem Blick zu verlieren. In der Umweltarbeit soll zu einem sorgsamen und nachhaltigen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen angeleitet werden. Im Bereich „Persönlichkeitsbildung“ steht die Vertiefung der eigenen beziehungsorientierten, schöpferischen und handwerklichen Fähigkeiten im Vordergrund. Entwicklungspotentiale der Teilnehmenden auf diesen Gebieten sollen dabei in möglichst ganzheitlicher Weise gefördert werden.
Die Arbeit der DIAKONISCHEN DIENSTE ist auf die Umsetzung der christlichen Grundwerte der Nächstenliebe und der Solidarität in die praktische Alltagswirklichkeit orientiert. Die beiden evangelischen Fachschulen für Dorfhelferinnen und Familienpflege qualifizieren die Studierenden für das jeweilige Berufsbild und begleiten die Berufsanfängerinnen auf ihren ersten Schritten.
FÜR HAUSWIRTSCHAFT, KÜCHE UND VERWALTUNG spielt die bewusste Gestaltung der Lernatmosphäre als der eines Tagungshauses mit spiritueller Ausstrahlung und christlicher Gastfreundschaft eine wesentliche Rolle: Alle Gäste sollen sich während ihres Aufenthalts auf dem Hesselberg wohlfühlen, zufrieden sein und gerne wiederkommen.
Neben ethischen, ästhetischen und konzeptionellen Gesichtspunkten ist aber auch die ökonomische Dimension der Wirtschaftlichkeit und der finanziellen Stabilität der Einrichtung ein zentrales Organisationsziel. Eine nachfrageorientierte Programmgestaltung und eine gute Auslastung des Tagungshauses sind daher als handlungsleitende Maximen ebenfalls unverzichtbar.


1.4 Fähigkeiten
Als sein wichtigstes Kapital sieht das EBZ Hesselberg die hohe fachliche Qualifikation und Professionalität seines Personals in allen Arbeitsbereichen an. Freundliche, motivierte Mitarbeitende, die sich mit den Zielen und geistlichen Grundlagen des Hauses identifizieren, schaffen ein offenes und herzliches Arbeitsklima. Dieses wiederum stellt eine konstitutive Bedingung für die gastfreundliche Atmosphäre im Haus dar.
Besondere Kompetenzen der Einrichtung liegen auf den Gebieten der theologischen und agrarökologischen Wissensvermittlung, der Anleitung partizipativer Lernprozesse und der Vernetzung von Menschen und Institutionen. Spirituelle Kurse sowie Erholungs- und Entspannungsangebote in naturnaher Umgebung bei ausgewogener, regional ausgerichteter Verpflegung sind darüber hinaus ebenfalls kennzeichnend für das Profil des Hauses.


1.5 Leistungen
Das EBZ Hesselberg bietet offene Erwachsenenbildungsseminare mit eigenen Referentinnen und Referenten bzw. Honorarkräften in den Bereichen Theologie, Kirche, Spiritualität, Landwirtschaft, Ökologie und Persönlichkeitsentwicklung an. Darüber hinaus werden Räumlichkeiten und Referenten an externe Gruppen für Tagungen zur Verfügung gestellt. Übernachtung und Verpflegung (auch die Ausrichtung von Buffets für Familien- und Firmenfeste) für Einzelpersonen und Gruppen werden angeboten. Lebensmittel aus eigener Herstellung sind direkt über das Tagescafé zu erwerben. Kulturelle Veranstaltungen (Konzerte, Theater- und Kabarettaufführungen, Kunstausstellungen, Filmvorführungen) werden organisiert. Schließlich werden Angebote zur Freizeitgestaltung (Hallenbad, Sauna, Kegelbahn, Sportwiese, Kinderspiel- und Grillplatz) unterhalten. Eine Bibliothek und ein kleiner Buch- und Geschenkeladen runden das Angebot ab.
Das EBZ Hesselberg bietet Ausbildungs- und Praktikumsplätze im Bereich Hauswirtschaft an. An den Fachschulen können staatlich anerkannte Berufsabschlüsse als Familienpflegerin und staatlich geprüfte Dorfhelferin erworben werden. Die diakonischen Dienste organisieren und leisten praktische Hilfe für in Not geratene landwirtschaftliche Betriebe und Familien. In Zusammenarbeit bieten Fachschulen, Dienste und Erwachsenenbildung berufsbezogene Fortbildungen für die diakonischen MitarbeiterInnen an und begleiten und betreuen sie in schwierigen Einsatzsituationen.


1.6 Definition gelungenen Lernens
Der Begriff des gelungenen Lernens umfasst für das EBZ Hesselberg die Initiierung, Reflexion und punktuelle Begleitung von lebenslangen, offenen Lernprozessen. „Lernen“ lässt sich unserer Überzeugung nach nicht auf die Anhäufung von reinem Fakten- und Informationswissen reduzieren, sondern zielt auf qualifiziertes Lebenswissen, das den ganzen Menschen mit Geist, Leib und Seele umfasst. Es bildet sich in einem offenen und dynamischen Netzwerk im aktiven Zusammenspiel von Bildungsinstitution, PädagogIn und lernender Person. Lebenswissen kann dabei nicht „produziert“ werden, sondern muss in der lernenden Person eigenständig und ergebnisoffen wachsen und reifen.

Im Erwachsenenbildungsbereich ist der Lernprozess gelungen,

  • wenn die von der lernenden Person an das Seminar geknüpften Lernerwartungen erfüllt wurden
  • wenn die Lernatmosphäre so beschaffen war, dass die lernende Person sich im Lernprozess wohlgefühlt hat und nach dem Seminar gestärkt in den Alltag zurückkehrt
  • wenn Ertrag und Aufwand in einem angemessenen Verhältnis standen
  • wenn auch Misslingen neuen Antrieb zum Weiterlernen gab

Für den Bereich der Fachschulausbildung als abschlussorientiertem Bildungsprozess kommen noch zwei operationalisierbare Messgrößen gelungenen Lernens hinzu. Lernen ist gelungen

  • wenn die Fähigkeit erworben wurde, die Berufsabschlussprüfungen zu absolvieren
  • wenn die Fähigkeit und Bereitschaft entwickelt wurde, den erlernten Beruf qualifiziert und mit hoher Arbeitszufriedenheit in der Praxis auszuüben

Im Bereich der diakonischen Dienste kann von gelungenem Lernen in denjenigen Fällen gesprochen werden, in denen die geleistete Hilfe seitens der Betroffenen als Hilfe zur Selbsthilfe wahrgenommen wurde und deren eigene Potentiale den jeweiligen Lebensumständen entsprechend bestmöglich (re-)aktivieren konnte.


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 Evang.
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